Freiwillige Feuerwehr Knittlingen
Einsatzberichte über besondere Einsätze

Die nachfolgenden Einsätze zeigen Situationen, die über das "normale Einsatzgeschehen" hinausgehen.

Einsatz: am 02.12.2002, 17:53 Uhr
Alarmierungs-stichwort: Feuer 3
Beschreibung:
In einem 3geschossigen Wohnhaus kam es zu einem Wohnungsvollbrand. Beim Eintreffen der ersten beiden Fahrzeuge (2,5 Minuten nach Alarmeingang!) waren bereits auf zwei Stockwerken Flammen sichtbar. Personen waren keine mehr im Gebäude. Der Brand konnte ohne nennenswerten Wasserschaden innerhalb 20 Minuten gelöscht werden.

Ausgebranntes Wohnzimmer Ausgebrannte Küche
Einsatz: am 16.01.2004, 08:30 Uhr
Alarmierungs-stichwort: Hilfe 3
Beschreibung:
Auf der B 35 kam es aufgrund eines Überholvorganges zum Zusammenstoß eines PKW mit einem LKW. Der PKW-Fahrer wurde eingeklemmt und erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. In Folge des Verkehrsunfalles konnte ein weiterer LKW nicht mehr ausweichen und ist von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Insgesamt 4 weitere Personen wurden verletzt.

PKW1 PKW1
LKW1 LKW2
Einsatz: am 04.06.2004, 04:50 Uhr
Alarmierungs-stichwort: Feuer 1
Beschreibung:
Unmittelbar neben der B 35 in Höhe der Brücke über die Pforzheimer Straße brannte eine größere Scheune. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand die ca. 15 x 10 x 8 Meter große Scheune bereits im Vollbrand; in der Nähe befindliche Bäume und auch die Wiese zeigten bereits deutliche Brandspuren.

Mittels einem B- und 2 C-Rohren wurde ein Ausbreiten des Feuers auf Bäume und Wiesen verhindert und die Scheune abgelöscht. Mit dem Tanklöschfahrzeug (1/23) wurde ein Hydrant in der Pforzheimer Straße angezapft um über eine B-Leitung das Löschgruppenfahrzeug (1/44) mit Wasser zu versorgen.

Umfangreiche Nachlöscharbeiten waren erforderlich sodass der Einsatz erst gegen 7:00 Uhr abgeschlossen werden konnte.

Da im Innern der Scheune ein Stahlträger gelagert wurde ergab sich die äußerst seltene Gelegenheit auf einem Foto festzuhalten, wie sich Holz und Stahl im Brandfall unterschiedlich verhalten (siehe Bild rechts unten); diese Bilder sind so außergewöhnlich, dass wir diese der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal zu Schulungszwecken zur Verfügung gestellt haben.

Hütte im Vollbrand Hütte im Vollbrand
Hütte im Vollbrand Ausgebrannte Hütte
Ausgebrannte Hütte Ausgebrannte Hütte
Einsatz: am 24.10.2004, 16:21 Uhr
Alarmierungs-stichwort: Hilfe 1
Beschreibung:
In unzugänglichem Gebiet hat ein Reiter sein Pferd geführt; das Pferd ist dabei seitlich neben den Weg getreten und eine steile Böschung hinunter gestürzt. Dabei zog es sich tödliche Verletzungen zu.

Mittels Seilwinde und Greifzug wurde das Pferd ca. 100 Meter aus dem Wald heraus neben einen Weg gezogen - von dort wurde das Tier abtransportiert.

Der Begleitperson ist glücklicherweise nichts passiert.

Verunglücktes Pferd Verunglücktes Pferd
Bergung des Pferdes
Einsatz: am 04.02.2004, 22:16
Alarmierungs-stichwort: Feuer 3
Beschreibung:
Alarmiert wurde die Feuerwehr Knittlingen mit dem Stichwort "Brennt Aussiedlerhof, 1 Person noch im Gebäude". Es waren noch nicht einmal 4 Minuten seit der Alarmierung vergangen, als bereits der Kommandowagen, das Löschgruppenfahrzeug und die Drehleiter der Abteilung Knittlingen als auch das Löschgruppenfahrzeug der Abteilung Freudenstein bereits zur Einsatzstelle unterwegs waren.

Schon beim Eintreffen des ersten Fahrzeuges stand das zur Scheune direkt angrenzende Gebäude im Vollbrand - sowohl aus dem Erdgeschoss, aus dem 1. OG als auch aus dem Dachfenster schlugen meterhohe Flammen. Es ist davon auszugehen, dass aufgrund der Lage des Aussiedlerhofes das Feuer erst sehr spät entdeckt wurde.

Da definitiv 1 Person noch im Gebäude war drangen mehrere Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung in das Gebäude vor - diese Maßnahme wurde durch einen massiven Wassereinsatz von Außen unterstützt. So wurden gleich zu Beginn im Innenangriff 2 Strahlrohre und im Außenangriff 4 Strahlrohre eingesetzt. Ebenso wurden mehrere Kühe aus dem Stall gerettet.

Trotz dieser Maßnahmen konnte die vermisste Person, eine 84jährige gehbehinderte Frau, erst später tot aufgefunden werden. Aufgrund der Lage beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte ist davon auszugehen, dass die Frau bereits vor Eintreffen der Feuerwehr aufgrund der extremen Hitze verstorben war.

Durch den massiven Löschangriff konnte die direkt zum Wohnhaus angebaute Scheune komplett erhalten und gerettet werden.

Neben allen 3 Abteilungen der Feuerwehr Knittlingen war auch die Führungsgruppe der Feuerwehr Maulbronn, ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Maulbronn sowie ein Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Sternenfels als Verstärkung angefordert worden.

Das neue Fahrzeug GW-T mit 1.000 Meter Schlauchmaterial hat sich hier bewährt - die Wasserversorgung musste aufgrund der örtlichen Lage über eine Länge von etwas mehr als 700 Meter aufgebaut werden - der oben beschriebene Erstangriff erfolgte über die im Fahrzeug 1/23 und 1/44 eingebauten Wassertanks.

Brennender Bauernhof Brennender Bauernhof
Einsatz: am 23.03.2005, 03:20 Uhr
Alarmierungs-stichwort: Feuer 3
Beschreibung:
Das historische "Steinhaus" in der Knittlinger Marktstraße brannte. Bereits auf der Anfahrt der einzelnen Feuerwehrleute mit den Privat-PKW zum Feuerwehrhaus waren meterhohe Flammen sichtbar - das Steinhaus ist der höchste Punkt in Knittlingen somit war das Feuer von Weitem sichtbar. Bereits auf der Anfahrt wurde auf Vollalarm für alle Abteilungen erhöht.

Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge war ein offener Dachstuhlbrand zu erkennen. Der Feuerwehr ist es gelungen, das Gebäude zu retten - der Dachstuhl ist jedoch vollständig ausgebrannt.

Der Brand konnte nur durch massiven Wassereinsatz über die Drehleitern aus bekämpft werden - hierbei wurden auch die darunterliegende Stockwerke durch Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen. Aufgrund der extrem engen Bebauung und der Nähe anderer Gebäude blieb der Feuerwehr jedoch nichts anderes übrig, als eine rasche und umfangreiche Brandbekämpfung vorzunehmen. Hierdurch ist es auch gelungen, dass außer dem Dachstuhl keine weiteren Räume im Steinhaus durch Feuer beschädigt oder zerstört wurden.

Als Brandursache wurde ein Defekt an einer Heizungsanlage festgestellt.

Ausgebrannter Dachstuhl Ausgebrannter Dachstuhl
Ausgebrannter Dachstuhl Heizungsanlage
Brennender Dachstuhl Brennender Dachstuhl
Einsatz: am 26.03.2005, 12:47 Uhr
Alarmierungs-stichwort: Feuer 3
Beschreibung:
Die Feuerwehr Knittlingen wurde alarmiert nach Feuer Stufe 2 da über Knittlingen eine deutlich sichtbare, große Rauchwolke stand. Beim Überprüfen verschiedener Angaben der Anrufer wurde festgestellt, dass in Knittlingen selbst kein Feuer vorhanden war; die deutlich sichtbare Rauchsäule stammte von einem Großbrand im benachbarten Bretten. Dort stand eine Sporthalle im Vollbrand.

Nach Kontaktaufnahme mit der Feuerwehr Bretten wurde die Feuerwehr Knittlingen als Überlandhilfe von der Brettener Einsatzleitung angefordert. Im Einsatz war der komplette Löschzug der Feuerwehr Knittlingen. Insgesamt 200 Feuerwehrmänner konnten den Großbrand löschen - dennoch brannte die Sporthalle völlig nieder. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 5 Millionen Euro.

Während des Einsatzes in Bretten stellte die Feuerwehrabteilung Freudenstein-Hohenklingen mit Fahrzeug und Personal im Feuerwehrhaus Knittlingen den Brandschutz sicher.

Sporthalle im Vollbrand
Sporthalle im Vollbrand
Sporthalle im Vollbrand Sporthalle im Vollbrand
Einsatz: am 14.07.2006, 04:23 Uhr
Alarmierungs-stichwort: Feuer 3
Beschreibung:
Die Alarmierung der Feuerwehr Knittlingen erfolgte mit der Meldung dass im Pflegmühleweg in Knittlingen mehrere PKW auf einem Hof einer Verwertungsfirma brennen würden.

Beim Eintreffen des ersten Fahrzeug wurde festgestellt, dass insgesamt 6 PKW im Vollbrand standen und diese direkt an die Werkhalle angrenzen; das Feuer hat beim Eintreffen des Einsatzleiters bereits begonnen auf die Halle über zu greifen. Aufgrund der Uhrzeit ist davon auszugehen, dass das Feuer erst spät entdeckt wurde und daher bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr eine so große Brandausdehnung stattfinden konnte.

Es wurde Gesamtalarm für alle drei Abteilungen der Feuerwehr Knittlingen ausgelöst und durch einen massiven Löschangriff von 3 Seiten konnte ein Durchbrechen der Flammen durch das Dach verhindert werden. Eine benachbarte, direkt angrenzende Halle konnte geschützt werden und hat keinerlei Schaden erlitten. Nach ersten Erkundungen und Befragungen konnte auch ausgeschlossen werden dass sich noch Personen im Gebäude befinden.

Nach kurzer Zeit drangen mehrere Trupps unter Atemschutz in das Gebäude vor um den Brand auch von Innen zu bekämpfen; nachdem der Brand weitgehend eingedämmt war wurden die restlichen Flammen mit Schaum abgedeckt und somit endgültig gelöscht.

Insgesamt waren 8 Fahrzeuge der Feuerwehr Knittlingen und 45 Mann im Einsatz; der Einsatz konnte nach rund 5 Stunden beendet werden.

Neben der Feuerwehr Knittlingen war auch der DRK Ortsverband Knittlingen, die Polizei, ein Gerätewagen der Feuerwehr Mühlacker mit weiteren Atemschutzgeräten sowie unser Kreisbrandmeister und Bürgermeister Hopp an der Einsatzstelle.

Brennende PKW am Gebäude Brennende PKW am Gebäude
Brennende PKW am Gebäude Brennendes Gebäude
Nachlöscharbeiten Innenansicht Gebäude
Einsatz: am 25.02.2007, 07:50 Uhr
Alarmierungs-stichwort: Feuer 1
Beschreibung:
Die Drehleiter der Feuerwehr Knittlingen wurde als Überlandhilfe zu einem Großbrand nach Bretten alarmiert. In einem 7stöckigen Büro- und Schulungsgebäude brannte das vierte OG in voller Ausdehnung.

Laut Alarm- und Ausrückeordnung fährt bei solchen Einsätzen immer unser Einsatzleitfahrzeug sowie ein Tanklöschfahrzeug zur Sicherstellung der Wasserversorgung für die Drehleiter mit. Diese Regelung hat sich auch dieses mal als gut und nützlich erwiesen: während die Drehleiter die Brandbekämpfung des dritten Stocks vornahm vorsorgte unser Tanklöschfahrzeug mehrere B- und C-Rohre der Brettener Kameraden mit Wasser.

Der Einsatz für die Feuerwehr Knittlingen konnte nach rund drei Stunden erfolgreich beendet werden. Insgesamt waren 120 Feuerwehrleute mit 20 Fahrzeugen im Einsatz.

Brennendes Gebäude Brennendes Gebäude
Brennendes Gebäude Brennendes Gebäude
Brennendes Gebäude
Einsatz: am 08.05.2008, 15:57 Uhr
Alarmierungs-stichwort: Feuer 4
Beschreibung:
Die Feuerwehr Knittlingen wurde zu einem Dachstuhlbrand im Ortsteil Hohenklingen alarmiert; innerhalb von 3 Minuten rückten das Einsatzleitfahrzeug, das Löschgruppenfahrzeug sowie die Drehleiter der Abt. Knittlingen zur Einsatzstelle aus.

Bereits am Ortsschild von Knittlingen war ein deutlich sichtbarer, schwarzer Rauchpilz über dem Ortsteil Hohenklingen sichtbar - was zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine außergewöhnlich starke Brandausbreitung schließen ließ.

Beim Eintreffen an der Einsatzstelle bot sich dem Einsatzleiter folgendes Bild: das Gebäude stand auf der Balkonseite bereits komplett im Vollbrand; vom Erdgeschoss bis unter das Dach waren meterhohe Flammen sichtbar. Auf der anderen Gebäudeseite trat bereits Rauch aus den Fenstern im Dachgeschoss aus sodass klar war, dass sich Feuer und Rauch bereits im oberen Stock ausgebreitet hatten.

Da alle Bewohner das Haus bereits selbständig verlassen haben, bezogen sich die ersten Maßnahmen auf einen Außenangriff; mittels mehrere Strahlrohre wurde versucht, die Flammen einzugrenzen und niederzuschlagen. Nach dem Eintreffen weiterer Einsatzfahrzeuge aus den Ortsteilen sowie aus Maulbronn, wurde auch ein Innenangriff vorgenommen. Da im oberen Bereich der Dachstuhl bereits teilweise einstürzte und ein Trupp im Innenangriff von herabfallenden Balken getroffen wurde, mussten wir zum Schutz der Einsatzkräfte zu diesem Zeitpunkt den Innenangriff im oberen Stock vorerst abbrechen. Das Ablöschen des Feuers im obersten Stock musste daher hauptsächlich von der Drehleiter aus erfolgen; dazu wurde zunächst das Dach über die Drehleiter geöffnet um Hitze und Rauch abziehen zu lassen und um Zugriff auf die offenen Flammen zu bekommen. All diese Maßnahmen konnten jedoch nicht verhindern, dass das Gebäude im oberen Stock völlig ausbrannte. Nicht zu verhindern war, dass durch den Wenderohreinsatz der Drehleiter zwangsläufig ein stärkerer Wasserschaden in Erdgeschoss entstand; es blieb jedoch aufgrund der bereits starken Brandausbreitung keine andere Vorgehensweise übrig, als eine massive Brandbekämpfung vorzunehmen.

Weitere Einsatzkräfte haben zeitgleich aus dem Erdgeschoss unbeschädigte Wertgegenstände herausgebracht und in einer Garage eines Nachbars untergebracht.

Nach ca. 30 Minuten wurden die Einsatzkräfte aus Maulbronn ausgelöst; die Feuerwehr Mühlacker war ebenfalls an der Einsatzstelle um die verbrauchten Atemschutzgeräte der Feuerwehr Knittlingen gegen neue Geräte aus der Kreisreserve zu ersetzen.

Da die Feuerwehren Knittlingen und Maulbronn stark in den Einsatz eingebunden waren, wurde die Feuerwehr Mühlacker mit einem Löschfahrzeug nach Freudenstein beordert um eventuelle weitere Einsätze in Knittlingen und Maulbronn abdecken zu können.

Der Einsatz war gegen 20.30 Uhr beendet - es erfolgen in den folgenden Stunden weitere Kontrollen der Einsatzstelle durch die Feuerwehr Knittlingen.


Das erste Bild (oben links) wurde gemacht, als die Feuerwehr noch nicht vor Ort war; man erkennt die massive Rauchentwicklung und Brandausbreitung was auf eine entsprechend lange Brandeinwirkung schließen lässt. Vermutlich blieb der Brand längere Zeit unbemerkt.

Westseite des Gebäudes Gebäude Rückansicht
Gebäude Rückansicht Westseite des Gebäudes
Ausgebranntes Dachgeschoss Ausgebranntes Dachgeschoss
Einsatz: am 17.08.2008, 10:34 Uhr
Alarmierungs-stichwort: Hilfe 1
Beschreibung:
Der städtische Bauhof hob aufgrund eines Wasserrohrbruchs mit einem Bagger eine Wasserleitung in der Hohenklinger Straße in Knittlingen aus. Beim Zurücksetzen des Baggers gab plötzlich die Straße unter dem Fahrzeug nach wodurch die Baumaschine erheblich einsackte. Unter dem Bagger klaffte ein 5 x 5 Meter großes Loch - mit einer Tiefe von 3 Meter und es war unklar, ob der Bagger noch weiter im Loch versinkt bzw. ob an den Seitenwänden der Grube noch weitere Teile einstürzen und der Bagger dann völlig abstürzt oder gar seitlich auf eine Garage umstürzen würde.

Die Feuerwehr Knittlingen sperrte die Einsatzstelle weiträumig ab und veranlasste nach Rücksprache mit der Stadt, dass der Kran der Berufsfeuerwehr aus Pforzheim anfahren soll, um den Bagger aus der Grube herauszuheben. Der Bagger hatte ein Gesamtgewicht von 18 Tonnen - der Kranwagen ist für Lasten bis 30 Tonnen ausgelegt.

Durch die Schräglage des Baggers war das Anschlagen der Last nicht einfach; bis auf zwei Blechverkleidungen welche durch die Anschlagseile leicht eingedrückt wurden, sind am Bagger selbst durch die Bergung keine Beschädigungen entstanden. Der Bagger wurde neben der Grube vom Kran abgestellt und konnte den Gefahrenbereich mit eigenem Motorantrieb verlassen.

Die Straße wurde komplett gesperrt und die Grube weiträumig mit einer zweiten Absperrung abgesichert. Ein Geologe soll jetzt prüfen, wie es zu solch einer massive Erdbewegung gekommen ist.

Glücklicherweise wurde beim Einsatz niemand verletzt; neben Vertretern der Stadt war auch die Polizei vor Ort.

Bagger in Fahrbahn eingebrochen Bagger in Fahrbahn eingebrochen
Bagger in Fahrbahn eingebrochen Bagger in Fahrbahn eingebrochen
Feuerwehrkran Feuerwehrkran
Bagger am Kran Bagger am Kran
Bagger am Kran
Eingebrochene Straße Eingebrochene Straße
Einsatz: am 05.02.2010, 22:38 Uhr
Alarmierungs-stichwort: Feuer 1
Beschreibung:
Die Feuerwehr Knittlingen wurde, wie viele andere Feuerwehren auch, zu einem Großbrand eines Bauernhofes nach Ispringen alarmiert; benötigt wurde das Tanklöschfahrzeug TLF 16/25.

Problematisch bei der Brandbekämpfung war, dass der Hof drei km außerhalb der Ortschaft lag, aufgrund der sehr starken Brandausbreitung (bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte standen Scheune und Teile des Wohnhauses in Vollbrand) waren zum Schutz der restlichen Gebäude große Mengen Löschwasser erforderlich. Da aufgrund der abgelegenen Lage nicht auf das sonst übliche Hydrantennetz zurückgegriffen werden konnte, wurde die Wasserversorgung von mehreren Tanklöschfahrzeugen umliegender Gemeinden sichergestellt. Dabei pendelten die Tanklöschfahrzeuge abwechselnd zwischen der Einsatzstelle und dem ersten Hydranten beim Friedhof in Ispringen hin und her, um den mit der Brandbekämpfung beauftragten Kräften eine lückenlose Wasserversorgung zur Verfügung zu stellen.

Tanklöschfahrzeuge haben, wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, einen eingebauten Löschwassertank von 2.500 Litern bis 5.000 Liter und bieten damit gegenüber anderen Einsatzfahrzeugen deutlich mehr Löschwasserreserve.

Auch wenn das Hauptgebäude und der angrenzende Stall zerstört wurden - der massive Löscheinsatz hat jedoch dazu geführt, dass weitere umstehende Gebäude und Stallungen gerettet werden konnten. Menschen sowie die Tiere in den angrenzenden Stallungen kamen nicht zu Schaden.

Brennendes Gebäude Brennendes Gebäude
Brennendes Gebäude Brennendes Gebäude
Brennendes Gebäude Brennendes Gebäude
Einsatz: am 01.06.2013, ab 9:10 Uhr
Alarmierungs-stichwort: Gesamtalarm
Beschreibung:
Über zwei Tage anhaltende, extrem starke Niederschläge führten ab ca. 9 Uhr zu massiven Wasserproblemen durch verstopfte oder überlaufende Ablaufkanäle. Dadurch kam es zu vielen überfluteten Flächen, Kellern und Gebäuden.

Die Knittlinger Bäche traten über die Ufer in einem Ausmaß, wie das in den letzten Jahrzehnten nicht mehr der Fall war. Die Einsatzleitung koordinierte die insgesamt 30 Einsätze vom Feuerwehrhaus Knittlingen aus und war ständig im Kontakt mit Bürgermeister, Wassermeister und städtischem Bauhof.

Durch Nutzung der in den letzten Jahrzehnten gebauten Stau- und Regenwasserrückhaltebecken konnte ein Überfluten der Altstadt gerade noch verhindert werden. Hierzu wurden die Staubecken durch die Feuerwehr nach Rücksprache mit den Verantwortlichen der Stadt manuell und mit provisorischen Mitteln höher aufgestaut, als dies eigentlich vorgesehen ist. Diese Maßnahme zeigte in wirklich letzter Minute Wirkung, sodass eine Überflutung größerer innerstädtischer Bereiche inkl. der dann notwendig gewordenen Stromabschaltung gerade noch vermieden werden konnte.

Fast 80 Einsatzkräfte aller 3 Abteilungen waren teilweise bis zu 16 Stunden im Einsatz - nur durch zwei kleinere Mahlzeiten unterbrochen. Um ein Uhr morgens wurde der letzte Einsatz abgearbeitet.

Einige Einsatzstellen wurden dann am darauffolgenden Tag nochmals kontrolliert. Hierbei speziell die wenigen Einsatzstellen, die am Vortag aufgrund der Gesamtlage gar nicht bearbeitet werden konnten, weil das Wasser schneller in das Gebäude hineinlief, als es herauszupumpen möglich gewesen wäre.

Trotz der extrem außergewöhnlichen und hohen Anzahl gleichzeitiger Einsatzstellen und der damit für die Bewohner verbundenen Wartezeiten konnten wir alle Einsätze nach der jeweiligen Dringlichkeit und Eingangsreihenfolge nacheinander abarbeiten.


Überfluteter Bereich

Überfluteter Bereich

Überflutete Grünfläche

Überflutete Sportfläche

Überlaufender Bach